Einbringung und Präzision

Die Helix­treppe in das bestehende Objekt zu bringen war sowohl logistisches als auch gestalterisches Projekt. Zu Beginn haben wir die Öffnung in der Geschossdecke exakt festgelegt und alle Bauteil­maße darauf abgestimmt. In unserer Fertigung in Barneveld wurden die gebogenen Balustraden­elemente und vorgefertigten Tritt­sektionen exakt gefertigt. Vor Ort fügten sich die Elemente ein ohne Nacharbeitung oder Anpassung. Die Genauigkeit der Fertigung traf auf präzise Baustellen­vorbereitung.

 

Mathematische Geometrie

Die Geometrie der Treppe beruht auf einer mathematischen Logik, inspiriert von den Proportionen einer logarithmischen Spirale. Blickt man von oben auf die Tritte, erkennen sie ein kontrolliertes radial ausfächerndes Muster. Im Produktionsprozess haben wir jede Stufe in Drehung und Keilform angepasst, so dass Tritt­tiefe und Komfort über den Anstieg hinweg konstant bleiben. Die Linien­zeichnung des Entwurfs offenbart die Ordnung unter der Form. Das Design verbindet skulpturale Wirkung mit ergonomischer Präzision.

Ausführung und Materialien

Die Umsetzung vereint Planung, Theorie und handwerkliche Ausführung. Der Stahl­aufbau ist mit Wenge belegt und mit EePaint in einem warmen Bronzeton beschichtet. In dem historischen ehemaligen Schulgebäude wird die Treppe zum skulpturalen Blickfang. Sie bringt Neubau­präzision und wahrt zugleich den Charakter des Bestands. Die strukturierte Unterseite der Trittanlage und die glatten Außenseiten der Balustrade zeigen Material­sinn und technische Meisterschaft. Diese Treppe verbindet nicht nur Ebenen. Sie verbindet Zeiten.